Reiseberichte

 

 

 

 

Fahrt der Kellinghusener Landfrauen in den Schwarzwald und ins Elsass

 

 

mit dem Reiseunternehmen Möllers Reisen

 

vom 10. bis 15. September 2018

 

 

 

Wir fahren mit den Frauen, den Schwarzwald anzuschauen,

 

wir wollen was erleben und auch mal einen heben.

 

Es ist doch immer wunderschön, wenn alle sich so gut verstehn,

 

drum fahren wir mit den Frauen, den Schwarzwald anzuschauen.

 

 

 

1. Tag: Montag, 10.09.2018  Tagestemperatur 29 Grad

 

Nachdem wir um einige Minuten nach 6:00 Uhr mit 21 Landfrauen in Kellinghusen gestartet sind, durften wir nach einer halben Stunde Fahrt für 45 Minuten den Weg kurz vor der Autobahnauffahrt A 7 Kaltenkirchen sehr intensiv kennenlernen, denn hier ging gar nichts mehr. Mit reichlich Verspätung kamen wir dann um 8:30 Uhr auf dem Autobahnrastplatz Hasselhöhe an, wo unser Fahrer für den Schwarzwald, Herr Thomas Holstein, den Zubringerfahrer abgelöst hat. Gleich zu Beginn der Fahrt wurden wir mit einem Tagesspruch beglückt. Nach der 2. Rast mit Kaffeepause wurden mit Frauke Wrages tatkräftiger Unterstützung die Lieder, die sie mitgebracht hatte, gesungen, allen voran unser „Landfrauenlied“. In der Mittagspause auf dem Rastplatz Reinhardsheim überraschten uns die Landfrauen aus Hohenlockstedt mit einem Likör (sie nannten es den „Einschleimerlikör“), der schon mal sehr gut geschmeckt hat. Weiter ging es zur Raststätte Hohenheim zur Kaffeepause und hier war es Helga Delfs, die uns mit selbstgebackenen Kuchen überraschte. Trotz der Verspätung am Anfang der Reise sind wir noch rechtzeitig in unserem Hotel Krone Post in Simonswald im Südschwarzwald angekommen, um an dem Grillabend teilnehmen zu können. Simonswald ist eine Gemeinde mit 300 Einwohnern im Simonswälder Tal, einem Teil des Naturparks des Südschwarzwaldes im Südwesten Baden- Württemberg im Landkreis Emmendingen, etwa 25 km nordöstlich von Freiburg im Breisgau. Nachdem wir die Zimmerschlüssel und den Bon für den Grillabend in Empfang genommen hatten, ging es zum Grillplatz, wo der Wirt für uns Plätze im Zelt reserviert hatte. Wir haben aber alle das tolle Wetter ausgenutzt, um vor dem Zelt auf den Bänken zu sitzen und das Essen zu genießen. Nach einiger Zeit verabschiedete sich einer nach dem anderen, um müde und gesättigt aufs Zimmer zu gehen. Die Koffer mussten noch ausgepackt werden und am nächsten Morgen war schon wieder um 9:00 Uhr Abfahrt.

 

 

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2. Tag: Dienstag, 11.09.2018  Temperaturen von 27 bis 30 Grad

 

Beim Frühstück, das jeden Tag ab 7:00 Uhr eingenommen werden konnte, haben wir zunächst einem Geburtstagskind gratuliert. Pünktlich um 9:00 Uhr war unser Reiseleiter Horst am Bus und wir haben uns auf den Weg nach Freiburg gemacht. Herr Holstein hatte auch

 

heute wieder einen Spruch parat, diesmal extra einen für unser Geburtstagskind und auch das Geburtstagsständchen durfte nicht fehlen. Auf der Tour erfuhren wir so einiges über den

 

Schwarzwald. Bis etwa in den 1930er Jahren wurde der Schwarzwald in Nord- und Südschwarzwald geteilt, wobei man die Grenze an der Kinzigtallinie zog. Später wurde der Schwarzwald in den waldreichen Nordschwarzwald, den im Mittel niedrigeren, vorwiegend in den Tälern landwirtschaftlich geprägten Mittleren Schwarzwald sowie den deutlich höheren Südschwarzwald mit ausgeprägter Höhenlandwirtschaft und von eiszeitlichen Gletschern geprägten Relief aufgeteilt. Der Begriff Hochschwarzwald stand für die höchsten Bereiche vom Südschwarzwald und südlichem Mittelschwarzwald. Der Feldberg, Schauinsland, Belchen und Herzogenhorn sind die höchsten Berge in diesem südlichen Teil. Die Länge des Schwarzwaldes in Nord-Süd-Richtung beträgt ca. 160 km, die Breite im Süden ca. 60 km, im Norden etwas weniger. Im Schwarzwald gibt es 23.000 km Wanderwege. In der Antike war der Schwarzwald unter dem Namen Abnoba mons bekannt, nach der keltischen Gottheit Abnoba. In der römischen Spätantike findet sich auch der Name Marciana Silva (Marcynischer Wald, von germanisch marka, Grenze). Auf dem Weg nach Freiburg kamen wir an Waldkirch vorbei. Waldkirch ist bekannt für die Drehorgeln und Leierkästen, die in den vergangenen 200 Jahren in die ganze Welt geliefert wurden. 200 Jahre Orgelbau- und Orgelspieltradition haben Waldkirch den Beinamen „Zentrum des Orgelbaus“ und im Jahr 2006 den Titel als einer der 365 ausgewählten Orte in „Deutschland – Land der Ideen“ eingebracht. In Waldkirch werden aber auch Kirchenorgeln gebaut und auch die Uhrenfabrik Blessing hatte hier ihren Firmensitz und war mit über 600 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in der Gegend. Im September 1975 meldete der Inhaber Waldemar Blessing beim Amtsgericht Konkurs an und schickte seine 900 Uhrmacher nach Hause. Der Konkursverwalter konnte die Banken mit einem neuen Konzept überzeugen und schon 3 Wochen nach der Konkurseröffnung heuerte der Verwalter Fischer die ersten Mitarbeiter wieder an und nach 8 Wochen waren es bereits 300 Mitarbeiter, die jetzt ein wesentlich geraffteres Uhrensortiment anbieten. Ebenfalls in Waldkirch zu Hause ist das Weltunternehmen Sick, das elektronische Messgeräte herstellt. Weiter auf dem Weg nach Freiburg im Breisgau erfuhren wir einiges über die Stadt. Freiburg feiert im Jahre 2020 sein 900jähriges Bestehen, hat 230.000 Einwohner, und als Universitätsstadt studieren hier 27.000 Studenten. Freiburg hat zurzeit mit dem 33 jährigen Martin Horn (parteilos) den jüngsten Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt. Wahrzeichen und Mittelpunkt der Stadt ist das gotische Freiburger Münster, das mit seinem 116 m hohen Turm über dem Münsterplatz ragt. Die Bauzeit des Münsters betrug über 300 Jahre. Hier die Baugeschichte in Stichworten: 1200 Baubeginn im romanischen Stil; 1220 – 1260 Entstehung des frühgotischen Langhauses; 1330 Fertigstellung des Turms; 1354 – 1515 Errichtung des spätgotischen Chores; 1513 Einweihung des Münsters; 1827 Das Freiburger Münster wird Bischofskirchen. Freiburg ist auch Stadt der Fahrräder, der Bäche, aber auch eine Stadt, in der es kaum bezahlbaren

 

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Wohnraum mehr gibt. Am Karlsplatz gibt es eine Säule der Toleranz, sie leuchte grün, wenn die Lautstärke sich in Grenzen hält, wird es aber laut, leuchtet sie rot. Das heißt dann, Lautstärke drosseln oder den Platz verlassen. Freiburg hat über 1 Mill. Übernachtungsgäste und 65 Hotels. Das Badische Druckzentrum in Freiburg ist das modernste in Europa. In Freiburg hatten wir ausgiebig Zeit zu einem Besuch im Münster, zum Bummeln und so manch einer von uns hat dann auch die Zeit zum Einkaufen genutzt. Um 13:00 Uhr ging es dann mit dem Bus auf der Bundesstraße 31 vorbei an Breisach weiter zum Kaiserstuhl. Die Bundesstraße 31 zwischen Freiburg und Donaueschingen ist eine der wichtigsten Ost-West-Hauptverkehrsachsen und führt u. a. durch das Dreisamtal und durch das Höhlental. In Oberried im Dreisamtal hat sich in diesem Jahr Königin Sylvia mit einer Schulfreundin getroffen und erst nach ihrer Abreise wurde bekannt, dass sie dort war. Der Kaiserstuhl ist ein Vulkangebirge in der Oberrheinischen Tiefebene. Er erhebt sich im Südwesten von Baden-Württemberg, in den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald. Der höchste Punkt ist der Totenkopf mit 565 Metern. Wie Inseln tauchen die Rebterrassen von Kaiserstuhl und Tuniberg aus der Oberrheinebene zwischen Schwarzwald und Vogesen auf. Hier ist auch eine der sonnenreichsten Gegenden Deutschlands. Mischwälder, Weinterrassen, ausgedehnte Naturschutzgebiete, zahlreiche Obstbäume sowie seltene Tierrassen wie z. B. der Bienenfresser oder die Gottesanbeterin und auch exotisch anmutende Orchideen sind hier zu Hause. Am Kaiserstuhl werden nicht nur die höchsten Temperaturen Deutschlands gemessen, sondern auch exzellente Weine produziert. Auf den fruchtbaren Löß- und Vulkanböden gedeihen die Rebstöcke hervorragend. Vulkanische Aktivität hob einst den Kaiserstuhl aus der Rheinebene heraus. Mitten im Kaiserstuhl im Texaspass, oberhalb von Oberbergen mit Blick auf den Totenkopf mit der Sendeantenne, haben wir unser Gruppenfoto „geschossen“. Durch das idyllische Glottertal, das nur 13 km von Freiburg entfernt am Westrand des Südschwarzwaldes, eingebettet zwischen sanft geschwungene Hügeln und umgeben von den höchstgelegenen Weinreben Deutschlands liegt, ging es vorbei an Waldkirch wieder zurück nach Simonswald. Mit der Schwarzwald-Panoramastraße und der Badischen Weinstraße liegt das Glottertal an zwei der schönsten Ferienstraßen Baden-Württembergs. Nach dem Abendessen wurde von vielen von uns das herrliche Wetter zu einem ausgedehnten Spaziergang durch Simonswald genutzt und dann haben viele von uns noch gemütlich zusammengesessen, um und den Tag ausklingen zu lassen.

 

 

 

3. Tag: Mittwoch, 12.09.2018   Temperaturen von 24 bis 28 Grad

 

Heute ging es auf der Südscharzwaldtangente zum 1250 Meter hohen Berg Schauinsland, dem Hausberg von Freiburg. Hier hatten wir einen herrlichen Panoramablick auf Freiburg, die Rheinebene, die Rebhänge des Kaiserstuhls, den Feldberg und wir konnten sogar die Vogesen in Frankreich erkennen. Schauinsland war ein Bergwerksgebiet. Im Hofsgrund haben die Bergwerksarbeiter Silber und Erz gewonnen und die Freiburger hatten die Erlaubnis, Münzen zu prägen. Weiter auf dem Weg zum Titisee kamen wir auch durch Todtnau. Der Friseur Karl Ludwig Nessler, der in Todtnau geboren wurde, hat die Dauerwelle erfunden. Durch seine Erfindung wurde er mehrfacher Millionär. Todtnau ist auch die Wiege des deutschen Skisports. Der Ski-Club

 

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Todtnau 1891 e. V. ist der älteste Skiverein Deutschlands. In Titisee angekommen, hatten wir Zeit zum Bummeln, eine Seenrundfahrt zu machen oder Kaffee zu trinken. Der Titisee ist ein See im südlichen Schwarzwald. Er ist 2 km lang, 800 Meter breit und ca. 20 – 30 Meter tief. Der Titisee

 

verdankt seine Entstehung dem Feldberg-Gletscher, dessen im Pleisozän gebildete Moränen heute sein Ufer begrenzen. Gespeist wird er von dem das Bärental durchfließenden Seebach, der

 

am Seebuck, am Osthang des Feldberg-Massivs, dem Feldsee entspringt. Der Ausfluss des Sees ist die Gutach, die ab dem Zusammenfluss mit der Haslach unterhalb von Kappel den Namen Wutach trägt. Titisee hat lt. Aussage von Horst ein wunderschönes Badeparadies. Hier wurden für 12 Mill. Euro Sand aus der Karibik und Palmen eingeflogen. Zum Baden sind wir nicht gekommen, sondern weiter nach Feldberg-Bärental gefahren. Hier haben wir im Cafe Schnapshäusle „zum gscheiten Beck“ die berühmte Schwarzwälder Kirschtorte probieren können, die wirklich einmalig geschmeckt hat. Nebenan gab es in der Schnapsbrennerei auch noch einen Erdbeerlikör und so gestärkt ging es weiter nach St. Peter, wo wir eine ausführliche Führung durch die imposante Benediktinerabtei mit der prachtvollen Barockkirche und der beeindruckenden Bibliothek bekamen. Die Gründung des Benediktiner-Klosters St. Peter geht auf das Jahr 1093 (Weihe der ersten Kirche) zurück. Der Gründer war Bertold II aus dem Geschlecht der Zähringer. Die Herzöge von Zähringen kamen ursprünglich aus Weilheim an der Teck (Schwäbische Alb). Im Zuge politischer Veränderungen im 11. und 12. Jahrhundert verlegten sie ihr Machtzentrum in den Breisgau und gründeten in St. Peter eine selbstständige Benediktinerabtei, die dem einflussreichen Fürstengeschlecht als Hauskloster und Grablege diente. Noch heute birgt das Kloster die Gruft der Fürstenfamilie. Seit 2006 beherbergt die ehemalige Abtei das Geistliche Zentrum der Erzdiözese Freiburg, das ein zentraler Begegnungs- und Wirkensort für das gesamte Bistum geworden ist. Viele Gastgruppen finden sich zu Seminaren und Vorträgen ein. In der Abtei finden auch eine Vielzahl musikalischer Veranstaltungen und Konzerte statt. In St. Peter wurde der erste deutsche Farbfilm gedreht. Hier entstand auch der Film „Das Schwarzwaldmädel“. So langsam ging auch dieser Tag zu Ende und Herr Holstein brachte uns durch das obere Glottertal, in dem ab 1984 der Film die Schwarzwaldklinik gedreht wurde, wieder zurück nach Simonswald. Beim Abendessen um 18:30 Uhr wurden wir von einem heftigen Gewitter und Regenschauer überrascht, was uns aber nicht weiter störte, wir saßen im Trockenen.

 

 

4. Tag: 13.09.2018 Temperaturen von 20 und 25 Grad

 

Der 4. Tag führte uns nach dem schon erwarteten Morgenspruch nach Colmar / Frankreich. Auf dem Weg dorthin sind wir durch Gutach gefahren. In Gutach hat die Firma Gütermann, die hier 1864 gegründet wurde, ihren Sitz. Die Firma Gütermann zählt zur Spitze der traditionsreichsten und erfahrensten Nähfadenhersteller weltweit. Der Unternehmensgründer Max Gütermann suchte einen günstigen Standort für eine größere Produktionsstätte und fand diese in Gutach, wo er eine stillgelegte Mühle mit schon ausgebauter kleiner Wasserkraftanlage erwarb. Einen großen Standortvorteil sah er in dem klaren und weichen Wasser der Elz, welches sich besonders gut zum Färben der Nähseide eignet. 1867 wurde der Betrieb mit zunächst 30 Arbeitskräften aufgenommen und 2018 beschäftigt die Firma weltweit inzwischen 10.000 Mitarbeiter. Kurz vor 10:00 Uhr

 

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passierten wir die unsichtbare Grenze zum Elsass / Frankreich. Das Elsass mit Straßburg als Hauptstadt und dem Weißstorch als Fabeltier ist eine historische Region im Nordosten Frankreichs, die in der Rheinebene liegt und an Deutschland sowie die Schweiz grenzt. Die

 

Region stand jahrhundertelang abwechselnd unter deutscher und französischer Kontrolle und weist eine entsprechende Kultur auf. Elsass ist bekannt durch große Kreisverkehre, viele Kanäle,

 

und es wird  noch sehr viel Deutsch (Elsässer Dütsch) gesprochen. Sehr bekannt ist außer der Spezialität Bratkartoffeln und Sauerkraut der Flammkuchen, Elsässer Art, den wir in Colmar im Restaurant Pfeffel genießen konnten und der großartig schmeckte. Die Orte im Elsass werden mit Blümchen ausgezeichnet. Je mehr Blümchen auf der Ortstafel sind, desto empfehlenswerter ist ein Besuch in diesem Ort. Wir wollten aber Colmar besuchen. In Colmar hatten wir dank des Reiseleiters Horst das Glück, mit der Bähnle durch die Stadt zu fahren. Auf diesem Wege erhielten wir einen sehr guten Überblick und brauchten nicht durch die überfüllten Straßen hinter dem Reiseleiter herlaufen. Colmar ist eine Stadt im Elsass in Nordfrankreich, an der Grenze zu Deutschland. Das Altstadtbild ist von Kopfsteinpflasterstraßen und Fachwerkhäusern aus dem Mittelalter und der Renaissance geprägt. Am zentralen Place de la Cathedrale steht das gotische Martinsmünster aus dem 13. Jahrhundert. Die Stadt liegt an der Elsässer Weinstraße, die für Riesling und Gewürztraminer aus der Region bekannt ist. Im Stadtviertel La Petite Venise (Klein Venedig) säumen farbenfrohe Häuser das Ufer der Lauch. In Colmar ist der Bildhauer Frederic-Auguste Bartholdi geboren, der die Freiheitsstatue auf Liberty Island, New Jersey (Freiheitsstatue von New York) entworfen hat. Eine kleinere Statue findet sich auch heute noch in Colmar. Bartholdi ist auch der Schöpfer des Löwen von Belfort, einer 11 Meter hohen und 22 Meter langen Steinskulptur und Wahrzeichen der Stadt Belfort. Nach dem Aufenthalt in Colmar ging es auf der Elsässischen Weinstraße weiter in das Dorf Reicheweiher. Die Elsässer Weinstraße schlängelt sich auf 170 km von Nord nach Süd durch die bezaubernden Landschaften des Elsasses und passiert 140 Weindörfer. Im Elsass werden 1560 ha Wein angebaut, es gibt 120 Weingemeinden und 4.200 Winzer. Jährlich werden 140 Millionen Flaschen Wein abgefüllt, davon 70 – 80 % Weißwein. Ca. 30.000 Pendler fahren täglich vom Elsass nach Deutschland zur Arbeit. Sehr viele arbeiten im weltweit besten Freizeitpark, dem Europapark. Auf dem Weg nach Reicheweiher kamen wir auch an dem Geburtsort von Albert Schweitzer (Kaysersberg im Oberelsass bei Colmar) vorbei. Riquewihr (Reichenweiher) ist auf Grund seines unversehrt erhaltenen Stadtbildes aus dem 16. Jahrhundert als schönstes Dorf Frankreichs klassifiziert. Das Dorf liegt am Fuß der Vogesen, etwa 12 km von Colmar entfernt. Nachdem wir jeden Tag Sonne pur genießen konnten, mussten wir hier vor einem kurzen und heftigen Regenschauer in einem Cafe Zuflucht suchen. Aber nachdem der Cappuccino ausgetrunken war, hat sich auch der Regenschauer verabschiedet, und es ging zurück nach Deutschland und nach Simonswald.

 

 

5. Tag: Freitag, 14.09.2018, Temperaturen von 20 bis 27 Grad

 

Heute ging es nach dem Frühstück und dem Morgenspruch von Herrn Holstein in den Mittleren Schwarzwald ins Elstal mit Ziel Dorothenhütte in Wolfach, der letzten aktiven Mundblashütte des Schwarzwaldes. Auf dem Wege dorthin bekamen wir von unserem Reiseleiter Horst wieder einiges

 

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aus der Umgebung zu hören. So sind wir durch die Stadt Elzach gekommen, die bekannt ist für die Alemannische Fastnacht. Diese ist eine ernsthafte Sache mit strengen Regeln und Traditionen. Über 3.000 Masken sind beim Umzug anzutreffen. Der Schuttig darf beim Umzug die Maske auf der Straße nicht abnehmen. Erst um Mitternacht am Morgen des Fastnachtdienstages dürfen die Schuttigs ihre Masken abnehmen und sich zu erkennen geben. Nach diesen kurzweiligen

 

Erzählungen hatten wir in Dorothenhütte Gelegenheit, durch das große „Gläserland“ mit den zahlreichen Dekorations- und Geschenkideen rund um den gedeckten Tisch und dem ganzjährig geschmückten Weihnachtsdorf mit wunderschönen Kugeln, Vögeln und Weihnachtsartikeln zu schlendern. Auch die leuchtend grüngelben Tassen, Teller oder Eierbecher mit Schwarzwald-Hahn und Schwarzwald-Henne fielen bei diesem Besuch ins Auge. Karl Schöner, Obermaler der Zeller Keramik zeichnete diese Figuren im Jahr 1898 zur Geburt seiner Tochter. Bis heute sind ländliche Motive und fröhliche Farben, handgefertigte und größtenteils handbemalte Ware das Markenzeichen des Keramikgeschirrs. Das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach war unser nächstes Ziel. Es ist das älteste Freilichtmuseum Baden-Württembergs und stellt das Leben, Wohnen und Arbeiten der Menschen im Schwarzwald in den letzten Jahrhunderten dar. Das Museum hat seinen Namen vom Vogtsbauernhof, der seit 1612 an dieser Stelle steht und dessen Eigentümer um 1650 Talvogt in Gutach war. Mit diesem Schwarzwaldhaus gründete Hermann Schilli 1963 das Museum. Im Laufe der Jahre kamen weitere Bauernhöfe (Hippenseppenhof, Lorenzenhof, Schauinslandhaus, Falkenhof und Hotzenwaldhaus) dazu, die an ihrem ursprünglichen Standort abgebaut und im Museum wieder aufgebaut wurden. Weitere Häuser wie Mühlen, Speicher, Backhäuser und Sägen kamen dazu. Außerdem leben Bauernhoftiere alter Rassen im Museumsdorf. Jährlich besuchen ca. 220.000 Besucher das Museum. Triberg mit der größten Kuckucksuhr der Welt war unser nächstes Ziel. Mit dem Bau der weltgrößten Kuckucksuhr haben die Uhrmachermeister Ewald und Ralf Eble aus Triberg-Schonachbach ihr Können auf die Spitze getrieben. Sie haben nach alten, originalen Bauplänen eine Kuckucksuhr in völlig neuen Dimensionen erbaut, ganz nach alter Handwerkstradition, allerdings in 60-facher Größe. Sie haben alle technischen Schwierigkeiten mit Bravour gemeistert, insbesondere die Aufgabe, das Schlagwerk mechanisch anzutreiben. Das Uhrwerk ist 4,5 x 4,5 Meter groß, der Kuckuck ist 4,5 Meter lang und 150 kg schwer, die Pendellänge misst 8 Meter und das Gewicht des Uhrwerks beträgt 6 Tonnen. Nach diesem beeindruckenden Besuch ging es weiter zu den Triberger Wasserfällen, die mit ihren insgesamt 163 Metern Fallhöhe zu den höchsten und bekanntesten Wasserfällen Deutschlands gehören. Nachdem die Gutach sich aus den Bächen der vielen Muldentäler der Schönwalder Hochfläche formiert hat, stürzt sie über mächtige Granitstufen in einen bewaldeten Talkessel, der sich unmittelbar in die Ortsmitte von Triberg öffnet. Die meisten von uns sind auf den gut ausgebauten Wegen nach unten gewandert und hatten so einen herrlichen Blick auf den Wasserfall. Anschließend konnten wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Straßen machen. Triberg erhielt mit vier weiteren Gemeinden (Emmendingen, Steinen, Stühlingen, Wehr) den Titel Tor zum Naturpark Südschwarzwald und gilt damit als Eingangstor zum zweitgrößten deutschen Nationalpark. Auf dem Weg nach Simonswald sind wir durch Furtwangen gefahren, eine kleine Stadt, in der das Deutsche Uhrenmuseum mit

 

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8.000 Exponaten zur Hause ist. In Furtwangen ist auch die Uhrmacherschule anzutreffen. An der Martinskapelle bei Furtwangen entspringt die Donau. Auch der letzte Urlaubstag geht einmal zu Ende und so waren wir nach dieser erlebnisreichen Fahrt um 16:00 Uhr wieder im Hotel. Hier hatte

 

der Wirt für uns Kaffee und Schwarzwälderkirschtorte, Pflaumen- und Apfelkuchen bereit gestellt. Für diesen Service noch einmal herzlichen Dank. Einige von uns haben danach vor dem Abendessen um 19:00 Uhr noch einmal einen Spaziergang durch den Ort unternommen, andere haben schon mal den Koffer gepackt oder einfach nur gefaulenzt.

 

6. Tag: Samstag, 15.09.2018 Temperatur nicht mehr ganz so warm, wie an den anderen Tagen

 

Heute konnten wir ab 6:30 Uhr frühstücken und um 7:30 Uhr saßen wir alle abfahrbereit im Bus, um wieder Richtung Heimat zu fahren. Zügig ging es Richtung Autobahn A 5 und der nächste Stopp war der Rasthof Bergstraße. Hier bekamen wir dann auch den schon sehr vermissten Morgenspruch von Herrn Holstein. Frauke hat noch einmal mit uns die Lieder, die sie mitgebracht hatte, gesungen und mit einigen Pausen ging es zügig weiter zur A 7 und zum   Rastplatz Hannover-Wülferode, wo Herr Holstein von einem Kollegen abgelöst wurde. Ab Soltau durften wir dann einige Regenschauer über uns ergehen lassen, wir saßen aber im trockenen Bus und um 18:00 Uhr sind wir dann nach insgesamt 2300 km in Kellinghusen angekommen. Hier wurden wir schon von Familienangehörigen erwartet, die uns die letzten „Meter“ bis nach Hause brachten.

 

 

 

Ich glaube, wir sind alle einer Meinung: Der Schwarzwald ist wunderschön, wir hatten einen tollen Busfahrer und einen ebenso tollen Reiseleiter und das Wetter hat sich von seiner besten Seite gezeigt. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei allen „Dreien“.

 

  

 

Zur Heimat kehren wir wieder, vorbei sind Land und Lieder.

 

Wir haben viel erklommen und auch mal einen genommen.

 

Es war doch wieder wunderschön ,weil alle sich so gut verstehn,

 

adieu ihr Wiesen und Auen und tschüß ihr lieben Frauen.

 

 

Bericht und Bilder von

Waltraud Schümann

 

                       

 

                      

                        Holland im Frühling

             Keukenhof-Amsterdam-Volendam

                           12.4.-15.4.2018

 

Um 7.30Uhr starteten 32 Landfrauen und Gäste mit dem Bus ihre Reise. In Amersfoort, nach dem Check-In und Zimmerbezug, traf man sich zum gemeinsamen Abendessen.

Am zweiten Tag stand der Keukenhof (Küchengarten) im Mittelpunkt, schönster und bekanntester Frühlingspark der Welt. Ca. 100 Hoflieferanten sind für die Zwiebelblumen verantwortlich. Die Hauptblütezeit ist April. Die Zusammenstellung von Pflanzen und Kultur ist sehenswert.

Es verzauberte uns ein grosses Blumenmeer. Immer wieder gab es überraschende, schöne Gartenideen, von Spazierwegen durchzogen. Hauptsächlich waren Tulpen in verschiedenen Farben zu sehen, außerdem Narzissen, Hyazinthen und Kaiserkronen. In den Pavillons wurden Blumenzwiebeln und Topfpflanzen präsentiert.

Nach dem Besuch in Keukenhof fuhren wir nach Amstelveen. Dort besuchten wir einen alten Bauernhof. Der Käsebauer zeigte uns die Herstellung von Käse. Im Hofladen konnte man stöbern und kaufen. Ein Holzschuhmacher stellte in unserem Beisein echte holländische Klompen her.

Am dritten Tag fuhren wir in die Innenstadt Amsterdams- die Stadt der Grachten und Brücken und der Fahrräder!  Auf einer Grachtenrundfahrt lernten wir interessante Viertel mit der einmaligen Altstadt kennen. Wir sahen elegante Kaufmannspaläste, Kirchen und Lagerhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Die Steuer für ein Gebäude richtet sich nach der Breite. So sind die Treppenhäuser für grosse, sperrige Möbel schmal. Es befinden sich an den Giebeln Flaschenzüge, um Gegenstände zu transportieren. Giebelvariationen aus vier Jahrhunderten prägen die Altstadt. Man sieht Treppengiebel, Schnabelgiebel, Glockengiebel und Leistengiebel. Früher wurden die Häuser auf Holzpfählen, heute auf Betonpfählen gebaut.

Danach besuchten wir Volendam, ein malerisches Fischerdörfchen. Hier hatten wir etwas Zeit für eigene Unternehmungen. Zurück ging es über den 26 Kilometer langen Houtribedeich, vorbei an Blumenfeldern, zu unserem Hotel.

Am vierten Tag hieß es Abschied nehmen. Nach einer Stärkung am Frühstücksbüfett traten wir unsere Heimreise an. Blühende Tulpenfelder und romantische Windmühlen begleiteten uns noch ein kurzes Stück, machten unsere Kurzreise unvergesslich.

 

 

Bericht und nachfolgende Bilder

Karin Bünz

 

 



Fahrt der Kellinghusener Landfrauen nach Südschweden

mit dem Reiseunternehmen Möllers Reisen

vom 28.06. bis 03.07.2017

Wir fahren mit den Frauen, Südschweden anzuschauen, wir wollen was erleben und auch mal einen heben. Es ist doch immer wunderschön, wenn alle sich so gut verstehn, drum fahren wir mit den Frauen, Südschweden anzuschauen.

 

1. Tag, 28.06.2017:

Um 6:00 Uhr sind wir pünktlich mit 25 Landfrauen und 4 „Landmännern" in Kellinghusen gestartet. Am Rastplatz Ostseeblick hat unser Fahrer für Schweden Klaus Peters den Zubringerfahrer abgelöst und los ging es über die Fehmarnsundbrücke durch die dänische Inselwelt Lolland und Falster nach Seeland und über die Öresundbrücke nach Schweden. In Schweden angekommen und die Zollabfertigung ohne Hindernisse durchfahren, konnten wir bei einer Rast in Lagan schon die ersten Elche erleben. Ein tolles Erlebnis, auch wenn die Elche in dem Elchpark „nur“ hinter dem Zaun zu bewundern waren. Weiter ging es von Schonen nach Smaland zur 1638 erbauten Burg Brahehus in Gränna am Vätternsee. Die Burg ist allerdings nur noch als Burgruine zu sehen. Gerade noch rechtzeitig zum Abendessen (ab 21:00 Uhr gibt es lt. Herrn Peters kein Essen mehr) erreichten wir das Hotel Clarion Collektion Hotel Kompaniet, das für die nächsten 4 Tage in Nyköping unser Quartier war. Nyköping ist eine Residenzstadt mit Kleinstadtcharme in der schwedischen Provinz Södermanland, liegt etwa 100 km südlich von Stockholm an der Ostsee und war sogar einige Zeit Schwedens zweite Hauptstadt.

2. Tag, 29.06.2017:

Nach dem Frühstück begrüßte uns um 09:00 Uhr die schwedische Gästeführerin, die mit uns einen ausgiebigen Rundgang durch den wunderschönen Ort machte. Wir sind an der Schlossruine Nyköpinghus vorbeigekommen und erfuhren, dass das Schloss zum Schauplatz des „Gastmahles“ von Nyköping wurde, bei dem sich schwedische Herzöge und Eriks Bruder Birger einen Machtkampf lieferten, haben wunderschöne alte Schwedenhäuser und eine uralte Tankstelle gesehen. Kaum zu glauben, dass früher einmal so das Benzin gezapft wurde. Nach dem 2-stündigen Fußmarsch ging es mit dem Bus weiter nach Mariefred zum Schloss Gripsholm, das 1537 von Gustav 1. Wasa erbaut wurde. Vor der Besichtigung des Schlosses haben wir uns allerdings erst einmal mit einem echt schwedischen Gericht gestärkt (Pytt i panna besteht aus Fleisch, Kartoffeln, Spiegelei und Rote Bete). Dann ging es zum Schloss, wo es eine staatliche Porträtsammlung gibt, die zu den Wertvollsten in Europa zählt (kleine Anmerkung von mir, ich kann mir schönere Porträts vorstellen). Von der Reisleitung kam leider nicht viel Wissenswertes, sie musste auch immer nachlesen, wer auf den Bildern zu sehen war. Im Schloss gibt es aber auch ein kleines feines Theater, leider werden hier keine Aufführungen mehr gegeben. Nach der Schlossbesichtigung war ein kleiner Rundgang durch die Stadt angesagt, da konnten wir dann auch das von unserem Busfahrer Herrn Peters so sehr empfohlene Softeis essen. Anschließend ging es wieder zurück ins Hotel zum Abendessen.

 

3. Tag, 30.06.2017:

 Heute waren Stockholm mit seinen 900.000 Einwohnern und das Königsschloss Drottningholm unser Ziel. Auf der Fahrt dorthin hat Frauke Liedertexte verteilt und so haben wir auf der Fahrt dorthin fleißig gesungen. In Stockholm hatten wir mit der Gästeführerin Ewa sehr viel mehr Glück. Die Stadtrundfahrt war sehr informativ und interessant. Wir haben während der Rundfahrt das Diplomatenviertel gesehen, das Rathaus, wo alljährlich die Nobelpreisfeier stattfindet, das königliche Theater, den eleganten Uferboulevard Strandwagan, die Oper, das Konzerthaus, das Abbamuseum und vieles mehr. Stockholm ist allerdings auch eine einzige „Baustelle“. Die meisten Baustellen lagen „nur so da“ (ein Ausdruck von unserem Fahrer Herrn Peters). Die Schweden haben zwei Monate Ferien und während der Ferien wird auch nicht weiter gebaut.  Bei dem anschließenden Spaziergang durch die Gamla Stan, der malerischen Altstadt von Stockholm haben wir wieder die typischen Schwedenhäuser bewundern können, sind eine kleine Anhöhe hinaufgegangen, um von Södermalm einen herrlichen Blick auf die Ostsee und die Kreuzfahrtschiffe zu werfen, haben die deutsche Kirche (Tyska Kirka) besucht (für meine Begriffe zu pompös, ist aber Geschmacksache) und sind dann zum Schloss, dem Amtssitz des Königs, gewandert. Hier konnten wir bei der Wachablösung zusehen und den Dom, (die königliche Hochzeitskirche) besichtigen, in der Kronprinzessin Viktoria getraut wurde. Weiter ging unsere Busfahrt zum Schloss Drottningholm, die Residenz von König Carl Gustav und Königin Silvia, die am Mälaren liegt. Wir haben den weitläufigen und kunstvoll angelegten Schlosspark besichtigt und konnten im Schloss unter anderem eine sehr schöne Prozellansammlung bewundern. Nach einer kleinen Stärkung mit Eis und Kaffee ging es zurück nach Nyköping zum Abendessen und individuellen Ausklang des sonnigen, aber sehr windigen Tages. Die Rückfahrt von Drottningholm nach Nyköping begann mit einem nicht enden wollenden Stau, sodass wir erst 2 ½ Std. später in unserem Hotel ankamen.

 

4. Tag, 01.07.2017:

Dieser Tag war der wunderschönen Natur Schwedens vorbehalten. Im Sörmland liegt das etwa 900 ha große Naturschutzgebiet Stendörren mit der Küsten- und Schärenlandschaft, schroffen Felsen und Strandwiesen und einer einzigartigen Aussicht auf das Reservat. Im gesamten Reservat ist die Ostsee stets gegenwärtig, denn sie liegt nie mehr als einen Steinwurf entfernt. Die Ostsee, die im Laufe ihrer Geschichte mal von Süß-, mal von Salzwasser dominiert war, ist heute ein Binnenmeer mit Brackwasser. Der Name Stendörren wird erstmals in der dänischen Fahrwasserbeschreibung „Navigato Danica“ aus dem 13. Jahrhundert erwähnt. Damit ist der schmale Teil des Sundes gemeint, das Tor zum Meer oder in geschütztes Fahrwasser hinein. Genau an dieser schmalen Passage lag im 17. Jahrhundert das Gasthaus Stendörren. Das Gasthaus war für die Seeleute und diese durften 8 Tage bleiben, wenn sie auf besseres Wetter oder vorteilhafte Winde warteten. Aber zunächst einmal ging es zum Schloss Nynäs. Hier bekamen wir von einer sehr netten Gästeführerin eine ausführliche Beschreibung über das Schloss, ein vollständig möbliertes Herrenhaus, das den Lebens- und Einrichtungsstil der vergangenen 300 Jahre widerspiegelt. Das Originalmobiliar zeugt vom Alltagsleben und von den Festen der Herrschaft und ihrer Bediensteten. Erst ab Mitte des 20. Jahrhunderts bezeichnete man Nynäs als Schloss. Zuvor wurde es Gutshaus genannt, da man unter Schloss gemeinhin einen Wohnsitz für Könige verstand. Für die Bediensteten war das Herrenhaus stets nur das „große Haus“.  Im Laufe der verschiedenen Epochen wurden die Gebäude ständig modernisiert und renoviert. Die Beletag im ersten Stock ist ganz im Hinblick auf Repräsentation eingerichtet. Wunderschöne Stuckaturen aus dem 17. Jahrhundert sind im nördlichen Teil, der zum Küchengarten zeigt, zu sehen. Die Stuckaturen werden aus Gips, Marmormehl und Leim hergestellt. Im Erdgeschoss befinden sich noch heute die Küche mit der Speisekammer, den Vorratsräumen sowie einfach eingerichtet Kammern, die bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für verschiedene Hauswirtschaftsarbeiten uns als Unterkunft für die Küchenmägde diente. Heute gehört das gesamte Inventar dem schwedischen Nationalmuseum, das für Instandhaltung und Dokumentation der zahlreichen Gegenstände verantwortlich ist.  Unser nächstes Ziel war Trosa, eine Ostseeperle mit pastellfarbenen Holzhäusern, wunderschönen Gärten, gemütlichen Cafes und Geschäften. Dieser Ort diente als Kulisse für „Inga-Lindström-Filme“. Der Cappuccino und das Eis schmeckten hier hervorragend und die Geschäfte luden zum Einkaufen ein. Auch Trosa besitzt wie Venedig eine Seufzerbrücke (Suckarnas Bro). Es wird erzählt, dass diese Brücke ihren Namen deshalb erhielt, weil die zurückbleibenden Verliebten hier seufzend entlang gingen, wenn der Dampfer mit den Sommergästen im Herbst in Richtung Heimat ablegte.

5. Tag, 02.07.2017:

Nach einer 276 km langen Busfahrt kamen wir in Berg am Roxensee an und eine wunderschöne 3 ½ Std. dauernde Fahrt durch den Göta-Kanal bis Borensberg konnte beginnen. Bei Sonnenschein und Windstille durften wir gleich zu Beginn etliche Schleusen (ich glaube, es waren 7) passieren. Der 190 km lange Göta-Kanal, der auch das blaue Band Schwedens genannt wird, wurde von 1810 – 1832 gebaut und verbindet Göteborg mit der Hauptstadt Stockholm, somit die Nordsee mit der Ostsee. 58.000 Arbeitskräfte wurden 12 Std. pro Tag beschäftigt, um die anspruchsvollen Aushubarbeiten, die hauptsächlich mit der Hand verrichtet wurden, zu bauen. Der Kanal hat auf der gesamten Länge 58 Schleusen und passiert 5 Seen. Nach dieser wunderschönen Fahrt ging es weiter nach Gränna am Vättern, wo wir einige der typischen Pokargrisar-Produktionsstätten besuchen konnten. Diese rot-weiß geringelten und nach Pfefferminze schmeckenden Zuckerstangen (Polkargrisar) wurden durch Pippi Langstrumpf weltberühmt und gehören heute zu Gränna wie das Marzipan zu Lübeck. Nach 1 ½ Std. ging es weiter zu unserem nächsten Hotel nach Jönköping. Hier verbrachten wir nach einem leckeren Abendessen, bestehend aus einem Krabbencocktail, einem Salat, mariniertem Elchfleisch und einer Nachspeise (leider habe ich vergessen, wie die hieß) die letzte Nacht vor der Heimreise.

6. Tag, 03.07.2017:

Nach einem großzügigen Frühstücksbuffet ging es weiter zum Ikeamuseum in Älmhut. Älmut ist der Stammsitz des Konzerns, der vor über 60 Jahren von Ingvar Kamprad gegründet wurde. Wer wollte, konnte hier im Museum noch seine letzten Kronen ausgeben, bevor es nach einem 1-stündigen Aufenthalt weiter nach Helsingborg zur Fähre ging. Udo Zander überraschte uns mit seinem Mundharmonikaspiel und es wurde fleißig mitgesungen. Unterwegs wurde noch einmal Rast gemacht. Wir konnten noch einmal die leckeren Würstchen, die Herr Peters servierte genießen, eine Tasse Kaffee trinken und hier wurde dann auch das Gruppenfoto gemacht.  Danach ging es in 20 Minuten über den Öresund nach Helsingör und schon waren wir wieder in Dänemark. Nachdem wir 5 Tage Schweden auf gut ausgebauten Straßen und Autobahnen bei Sonnenschein und ca. 20 Grad genießen konnten, wurden wir jetzt während der gesamten Durchreise durch Dänemark von heftigen Regenschauern mit Blitz und Donner begleitet. Die Überfahrt mit der Fähre von Rödby nach Puttgarden dauerte ¾ Std. und auch in Schleswig-Holstein wurden wir mit heftigem Regen und Sturmböen „beglückt“. Mit Fraukes tatkräftiger Unterstützung wurden noch einmal die Lieder, die sie mitgebracht hatte, gesungen. Barbara bedankte sich beim Busfahrer für sein ruhiges und besonnenes Fahren. Er hat uns während der gesamten Fahrt viel über Schweden erzählen können, und fragte dann zum Schluss auch noch einige Daten ab, deren Beantwortung zu seiner vollen Zufriedenheit ausfiel. Wir haben wirklich Glück mit so einem kompetenten Fahrer gehabt. Nach den letzten 650 km ging unsere Fahrt um 21:00 Uhr in Kellinghusen zu Ende, wo wir von den Familienangehörigen erwartet wurden. Ich glaube, wir sind uns alle einig,

 

Schweden ist auf jeden Fall eine Reise wert.

 

Zur Heimat kehren wir wieder, vorbei sind Land und Lieder. Wir haben viel erklommen und auch mal einen genommen. Es war doch wieder wunderschön, weil alle sich so gut verstehn, adieu ihr Wiesen und Auen, und tschüss ihr lieben Frauen .

 Bericht und Bilder von Waltraud Schümann

 

 

 

             

                 

 

                    Kururlaub in Swinemünde.

 

Am 11.2.2017 ging es morgens von Kellinghusen in Richtung Swinemünde. 22 Damen freuten sich auf die Wellnessreise.

Es begrüßte uns unsere Busfahrerin Gabi. Mit ihrer netten Art hatten wir immer gute Fahrt!

In Grimmen-Ost stieg noch eine Landfrau dazu. Nachmittags erreichten wir durch Mecklemburg-Vorpommern unser Ziel Swinemünde.

Swinemünde, liegt an der Swine, ist die größte Stadt und das erste Seebad, welches auf der Insel Usedom entstand. Rund 41000 Menschen leben verteilt auf 44 Inseln. 1926 wurden die ersten Kureinrichtungen gebaut.

Wir wurden freundlich im Hotel Trzy Wyspy, das bedeutet Drei Inseln, begrüßt. In dem Hotel mit 154 Zimmern befinden sich Schwimmbad, Saunen und Wellness-Zone, die ihren Gästen Heilanwendungen anbieten. Das Hotel befindet sich im Zentrum, in einem dem Meer nahegelegenen Stadtviertels. Der breite Strand, nur einige Gehminuten entfernt, lockt mit seinem weichen und sauberen Sand viele Touristen.

Nach einer ärztlichen Konsultation bekamen wir je Werktag zwei Kuranwendungen, gemäß Absprache mit dem Arzt. Außerdem eine Massage. Wer zusätzliche Anwendungen wollte, konnte sie dazu buchen. Es gab folgende Kuranwendungen: Klassische Körpermassage, Moorpackungen, Fango, Kryotherapie, Magnetfeldtherapie, Ultraschall, Lasertherapie, Inhalation, Wassergymnastik, Nordic Walking und noch einiges andere mehr.

Einen Tag ging es mit unserer Busfahrerin zum Stettiner Haff und dann nach Heringsdorf. Mit den benachbarten Seebädern Ahlbeck und Bansin gehört Heringsdorf zu den sogenannten Kaiserbädern. Es wurde die Seebrücke besucht, die zum Bummeln einlud,  und natürlich war noch Zeit zu einer gemütlichen Einkehr.

Unsere Stadtrundfahrt durch Swinemünde mit einem Reiseführer war auch sehr interessant. 1824 begann die erste Badesaison, noch zu deutscher Zeit. In der Sommersaison gibt es an der Promenade viele Kurkonzerte in der Konzertmuschel. Im Kurpark laden zum Verweilen Sitzbänke und Blumenrabatten ein. Es sind noch viele alte Villen aus der Gründerzeit von Swinemünde zu sehen. In den meisten befinden sich Hotels, Pensionen oder Ferienzimmer. Es ist sogar geplant, eine Seebrücke wieder zu errichten.

Kurz vor Ende des 2. Weltkrieges, am 12.März 1945 wurde das Seebad zum größten Teil durch den Luftangriff der 8. US-Flotte zerstört. Die Toten wurden auf dem nahen Grolm bei  Kamminke in Massengräbern beigesetzt.

Die Hafenrundfahrt musste leider ausfallen, da alles zugefroren war.

 

Einen Abend lud Adriano, am Keyboard, ein zum Tanzen. Wir folgten der Einladung gern nach dem Motto: Morgens Fango, abends Tango!

Man konnte sich abends auch noch in der Keja Bar treffen zu einem netten Austausch und Ausklingen eines schönen Tages, der mit Anwendungen oder Ausflügen gefüllt war.

Einen Tag führte uns ein Ausflug noch nach Stettin. Es ist die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Westpommern, kreisfreie Stadt, ca. 410000 Einwohner, ebenso Universitätsstadt. Stettin besitzt als alte Hansestadt einen der größten Seehäfen.  Es gibt dort unter anderem folgende Sehenswürdigkeiten: Das Greifenschloss, Jakobskathedrale, Philharmonie und die Hakenterrasse. Dort haben wir dann ein gemeinsames Foto gemacht.

Der Besuch im Cafe 22,  im Bürogebäude Pazim, hatte sich gelohnt. Es ist 100 m hoch im 22. Stock mit einer schönen Rundumaussicht, serviert wurden feine Leckereien. Es ist das höchste Bauwerk in der Stadt.

Mit vielen neuen Eindrücken und netten Gesprächen ging eine schöne Reise am 18.2.2017 zu Ende. So hieß es dann: „ Vielleicht sieht man sich mal wieder, egal wo und wann, Hauptsache wir bleiben gesund, dass man oft reisen kann!

 

Bericht und Bilder vom 8.03.2017

 

Karin Bünz

 

                     Schätze der Oberlausitz

 

Am 31.08.2016 um 6:30 Uhr starteten 15 Landfrauen und 3 Gäste von Möller´s Reisedienst in den Kurzurlaub in die Oberlausitz. Unser Ziel war das „Best Western Plus in Bautzen.

Unterwegs gab es das traditionelle „Landfrauenfrühstück“. Die Fahrt verlief ohne Stau in bester Stimmung durch die schöne Landschaft Sachsen´s.

An den nächsten 4 Tagen hatten wir ein tolles Programm: Bautzen erkundeten wir zu Fuß, um die stolzen Patrizierhäuser, das Rathaus sowie den Dom zu sehen. Danach fuhren wir zu einer Führung ins Barockschloss Rammenau. 

Am nächsten Tag war der Erlichthof unser Ziel. Dort ist ein Museumsdorf aus Schrotholzhäusern entstanden. Die 20 Häuser stammen aus Orten, die dem Braunkohleabbau weichen mussten. In den Häusern bieten Handwerker ihre Produkte an. Ein geführter Rundgang endete mit einem Vortrag über die in freier Natur lebenden Wölfe. Von dort aus ging es nach Nochten durch eine Landschaft, die wie ein Wüstenplanet wirkt. Wir konnten Dünen-und Heidelandschaften sowie Kieferwälder bewundern. Hier ist die einzigartige Anlage eines kunstvoll gestalteten Landschaftsgarten entstanden.

Auf ca. 20 ha präsentieren sich ca. 6000 Findlinge, die durch den Braunkohleabbau freigelegt wurden. Dieser geologische und botanische Garten zeigte uns eine Vielfalt und Farbenpracht, die einfach umwerfend war.

Der nächste Tag führte uns nach Görlitz. Hier sind über 3500 denkmalgeschützte Bauwerke vieler Baustile vorhanden, die uns durch eine Führung nahegebracht wurden. Von dort ging es zum Kloster Marienthal. Seit 770 Jahren leben hier in einem Frauenkloster des Zisterzienserordens Schwestern nach den Regeln des Heiligen Benedikt. Hier wird auch die „Klostermedizin“ nach den Regeln der Hildegard von Bingen produziert.

Am 5. Tag war das Zittauer Gebirge unser Ziel. Nachdem wir die Stadt Herrnhut besichtigt hatten ging es zur historischen Altstadt von Zittau. Dort bestiegen wir die „Zittauer Schmalspurbahn“ und fuhren durch das idyllische Zittauer Gebirge bis Oybin. Dort konnten wir bei einem Spaziergang den kleinen Kurpark, die hübschen Holzhäuser sowie die Bergkirche, die unterhalb des Sandsteinberges Oybn steht, bewundern. Auf unserer Rückfahrt nach Bautzen kamen wir durch Obercunnersdorf. In diesem Denkmalsdorf reiht sich ein Umgebindehaus, das slawische Blockbauweise und fränkisches Fachwerk harmonisch verbindet, an das andere. Dieses ist ein europaweit einmaliger Haustyp.

Unser Urlaub war zu Ende und wir mussten leider von diesem schönen Fleckchen Erde Abschied nehmen. Unser Busfahrer brachte uns sicher wieder nach Kellinghusen. Es war eine schöne, interessante und lehrreiche Fahrt, die alle sehr genossen hatten. 

 

Bericht und

Nachfolgende Bilder

Marianne Burmester

                   Côte d’Azur -  Sehen und Gesehen werden

                                               7.3.2016

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Flusskreuzfahrt auf der Donau

 

7 Tage vom 30.09 bis 06.10.2015

 

Mit dem Reisebus ging es frühmorgens von Kellinghusen in Richtung Passau. In Passau wurde das Kreutzfahrtschiff bestiegen. Vor dem Abendessen erwartete der Kapitän die Gäste zum Begrüßungscocktail. Nachdem die ,,Totenstadt" Linz passiert wurde, kam Wien in Sicht. Die schönsten Sehenswürdigkeiten und eine Vielzahl historischer Schauplätze wurden in Augenschein genommen.

In Ungarns Hauptstadt Budapest fand eine Stadtrundfahrt zu den Sehenswürdigkeiten, wie das Burgviertel mit Matthiaskirche und Fischerbastei, Heideplatz und Oper. Am Abend nahm Kurs auf Bratislava.

Die Hauptstadt von der Slowakei liegt eindrucksvoll an den Kleinen Karpaten und der Donau. Auch hier erleben die Gäste Sehenswertes des Ortes, Martinsdom, Rathaus und Primatialpalais.

In der Romantischen Wachau findet ein Ausflug mit Stift Melk, Weindorf Dürnstein und Weinprobe in Weißenkirchen.Wieder an Bord geht es zurück nach Passau. In Passau wartet der Bus für die Rückfahrt nach Kellinghusen. An dieser Fahrt nahmen 17 Teilnehmer teil.

 

Bericht von Helga Delfs

 

              Wellness in Stolpmünde / Ustka
                     vom 24.02.-01.03.2015


Am Dienstag, den 24.02. bestiegen 17 Landfrauen in Kellinghusen den Reisebus von "VagabundReisen" mit dem Fahrer Marco, um einen 5-Tage-Wellness-Urlaub in Stolpmünde im 4-SterneHotel "Lubicz" zu verbringen.
Nach ca. 2 Stunden Fahrt machten wir Pause im Rasthof "Fuchsberg". Dort wurde uns ein
gemeinschaftliches Frühstück serviert.
Weiter ging die Fahrt durch Mecklenburg-Vorpommern und über die polnische Grenze nach
Stolpmünde. Wir fuhren durch eine herrliche Landschaft. Nach unserer Ankunft und dem Einchecken in sehr schöne Zimmer, bekamen wir ein leckeres 3-Gänge-Menü (wie jeden Tag). Danach
stand der Termin beim Kurarzt auf dem Plan. Dieser verschrieb uns 3 Anwendungen pro Tag. Man
konnte zusätzlich noch verschiedene Massagen und Anwendungen buchen. Dieses wurde von uns
Landfrauen auch gerne angenommen. Der Spa-Bereich des Hotels umfasste Hallenbad,
Kosmetiksalon, drei verschieden Saunen, Whirlpool, Lichttherapie und Salzgrotte. Auch diese
Angebote wurden von uns gut angenommen.
Am Mittwoch hatten wir den Tag zu unserer freien Verfügung. Nachdem wir uns morgens (wie an
jedem Tag unseres Aufenthalts) mit der Wassergymnastik fit gemacht hatten, konnten wir den Ort
erkunden. Stolpmünde hat eine kleine Einkaufsstraße, einen schönen Strand und einen kleinen
Hafen, in dem einige Schiffe, unter anderem eine Kogge ankerten. Im Hotel konnte man Fahrräder
ausleihen. Einige Landfrauen haben damit Stolpmünde und Umgebung erkundet.
Am Donnerstag stand um 13:00 Uhr eine Besichtigung des Backmuseums auf dem Programm.
Anschließend sind einige in das neue Hotel Lubicz zum Kaffeetrinken gegangen. Das Hotel hat ein
drehbares Panorama - Café, von dem man einen weiten Ausblick über Stolpmünde hat.
Am Abend wurde Stolp/Slupskbei Nacht angeboten. Stolp zählt zu den wichtigsten Städten
Pommerns. Viele prachtvolle Bauten erinnern an die wechselhafte Vergangenheit, wie z.B. das an
dem Fluß Stolpe gelegene Renaissance - Schloss der pommerschen Herzöge. Von Stolp aus kann
man ausgezeichnet Touren ins Umland und an die Ostseeküste unternehmen. Unser Führer
Wojcieck zeigte uns das neugotische Rathaus und in der Altstadt die Hexenbastei, den schiefen
Turm, das alte Postamt und die Schlosskirche. Dort erwartete uns ein musikalischer Genuss in Form
eines Orgel-Konzertes. Anschließend ging es in den Richterspeicher, wo wir uns mit Tee oder
Kaffee und einem Stück Käsekuchen stärkten.
Am Freitag wurde uns um 13:00 Uhr ein Schminkkurs angeboten. Danach ging es nach Rügenwalde/Darlowo.Wir besichtigten die Marienkirche und die Burg und gingen über den Marktplatz
zum Rathaus. In der Fußgängerzone wurde uns das Haus Nr. 14 gezeigt an dem eine Plakette hing,
die besagte, dass hier die Produktion der Rügenwalder Teewurst begann, die heute in Deutschland
hergestellt wird. Anschließend wurde uns im "Alten Speicher" Kuchen und Kaffee angeboten.
Am Samstag fuhren wir mit unserem Führer Wojciek, der uns jedes Mal launig über Land, Leute
und Geschichte berichtete, nach Leba zur größten Wanderdüne Europas (30 km lang). In ElektroFahrzeugen fuhren wir durch den Slowinzischen Nationalpark zu dem einzigartigen
Naturschauspiel, den Wanderdünen. Auf einem Weg, der mit Pfählen gekennzeichnet ist, bestiegen
wir eine Düne. Anhand der Pfähle konnte man sehen, wie die Düne landeinwärts wandert und
immer mehr Wald verschlingt. Es gucken nur noch die Spitzen aus dem Sand heraus. Diese
Landschaft in der der Nationalpark liegt wird auch Kaschubei genannt. Wir bekamen eine spezielle
Suppe serviert, die uns allen gut getan hat, da es leider an dem Tag empfindlich kalt und windig war
und wir uns mit dieser heißen Mahlzeit schön aufwärmen konnten.

 

Bericht von Marianne Burmester

Bilder von Hildegard Balcke

 

 

                Gipfel der Genüsse im Allgäu

 

 

 

Eigene Bilder

Karin Bünz

1. Tag

Am Montag, den 8.09.2014 starteten wir , 31 Landfrauen und 3 Gäste (Männer) um 6 Uhr 30 mit Möllers Reisedienst zu unserer diesjährigen  längeren Fahrt nach Pfronten ins Allgäu.

Nachdem wir die Koffer verstaut hatten, ging die Reise los. Nach drei Stunden gab es das obligatorische Frühstück mit Brötchen und Kaffee. Fröhlich wurden auch einige Lieder gesungen, von Frauke Wrage angestimmt. Nachmittags ließen wir uns in einer Kaffeeepause den selbstgebackenen Kuchen von Helga Delfs und Karin Wulff schmecken. Vielen Dank dafür!

Wir fuhren auf der A 7 nach Pfronten ins 4-Sterne Hotel "Berghof" mit sehr guten Zimmern und Schwimmbad im Wellnessbereich.

2. Tag

Nach dem Besuch einer Glasbläserei unternahmen wir einen geführten Spaziergang durch den beliebten und hübschen Ort Pfronten. Leider konnten wir wegen Gewitter nicht auf den Breitenberg fahren, es ist der Hausberg von Pfronten. Alternativ fuhren wir mit dem Schiff auf dem Forggensee, von dort konnten wir das Gebirge bestaunen, ebenso auch aus der Ferne das Schloss Neuschwanstein.

3. Tag

Heute war der Besuch des Märchenschlosses von König Ludwig II. im Programm. Unterhalb des Schlosses mußte man sich entscheiden, ob man zu Fuß, mit der Kutsche oder mit dem Bus fahren wollte. Eine Fremdenführerin brachte uns die Geschichte des Schlosses bei einem Rundgang näher.

Im Anschluss ging es zur "Käsealp" der Sennerei Lehern in Hopferau. Dort erfuhren wir alles über die Käseherstellung ,den Produktionsprozess von frischer Heumilch bis zum delikaten Allgäuer Bergkäse, mit anschließender Verkostung. Auf der Rückfahrt zum Hotel machten wir in Füssen halt, und bei einem geführten Rundgang wurde uns die zweitausendjährige Geschichte der Stadt erzählt.

4. Tag

Der berühmte Alpen-Kurort Garmisch-Partenkirchen war heute unser Ziel. Nach einer interessanten Stadtführung mit Besuch der Olympiaschanze war die Zugspitze unser Ziel. Hier teilte sich die Gruppe. Einige fuhren auf den 2932 m hohen Berg, das Wetter und die Aussicht waren  leider auch nicht gut, die anderen erkundeten die Innenstadt.

Bei der Rückkehr zum Hotel stand jedoch fest, beide Gruppen waren zufrieden. An diesem Abend gab es ein 5-Gänge-Menü. Das Essen war immer super, aber diesmal übertraf es die anderen Abende.

5. Tag

Die ehemalige Römerstadt Kempten war heute unser Ziel. Mit dem Bus und einem geführten Rundgang wurden uns die Sehenswürdigkeiten und die Geschichte der Stadt näher gebracht.

Nach einer West-Allgäu-Rundfahrt gelangten wir über das "Sonneneck" nach Opfenbach. In einer Schaubrennerei wurden wir bei einem Vortrag des Besitzers in die Obstbrennerei eingeführt mit anschließender Verkostung.

Im Anschluss führte uns die Fahrt weiter zur "Wieskirche", einer berühmten Wallfahrtskirche.

Nach dem Abendessen konnte man in Pfronten, wo das große Pfrontener Viehscheidwochenende anfing, den großen Festumzug bewundern. An diesem nahmen Trachtenvereine, die Pfrontener Heukönigin, die Bierkönigin und ein Brauereifestgespann teil. In einem großen Festzelt fand der traditionelle Heimat- und Brauchtumsabend mit Schuhplattler, Holzsägen u.v.m.statt.

6. Tag

Der Höhepunkt des "goldenen Herbstes" ist der Pfrontener Viehscheid, der heute stattfand. Eine Musikkapelle geht den mehr als 500 Rindern mit ihren prächtig und bunt geschmückten Kranzkühen voraus. Die Rinder werden nach dem Sommeraufenthalt auf den Almen heute ins Tal zurück geführt und auf dem Scheidplatz von den Alphirten ihren Besitzern übergeben. Ein schöner Krämermarkt lud die Besucher zum Schauen und Kaufen ein, während im Zelt eine Musikkapelle zum Tanz einlud.

7. Tag

Leider ist dieser Urlaub nun zu Ende und es geht in Richtung Heimat. Alle waren sehr zufrieden mit der Busreise, und sangen das "Landfrauenlied" aus voller Überzeugung.

 

 

 

Reise nach Dresden und Prag 

17.11-20.11. 2013


Von Kellinghusen ging es morgens früh los. Am Rastplatz ,,Rastplatz Allertal" wurde gefrühstückt. Es gab Mettwurst- und Käsebrötchen sowie Kaffee, den der Busfahrer kochte. Es gab immer Kaffee, da der Busfahrer ihn immer brauchte.Zur Mittagspause in Plötztal-West gab es heiße Würstchen und zur Kaffeezeit  im ,,Rasthaus Dresdner Tor" Kaffee und selbstgebackenen Kuchen.

Eine Schloßbesichtigung stand jetzt an. Es wurde viel gezeigt und der Turm bestiegen. Leider konnte man nicht viel sehen; denn es war schon dunkel.

Am Hotel in Usti nad Laben, dem früheren Aussig angekommen, wurden schnell die Koffer ausgeladen und die Zimmer bezogen. Zum Abendessen traf man sich wieder. Es gab Gemüsesuppe, Hähnchen mit Reis und zum Nachtisch  Karamelpudding.

 

Am nächten Morgen, nach dem Frühstück, ging es nach Dresden. In Dresden wurde das Militärmuseum, die Kasernenstadt und die prächtigen Villen der preußischen Verwaltungsbeamten besucht. Das Molkereigeschäft der Familie Pfund, 1880 gegründet, ist mit hochwertigen Villeroy & Boch Fliesen und Objekte ausgestattet. Zu DDR-Zeiten enteignet, verschwandt sie hinter einer hässlichen Verschalung. Nach der Wende wurde sie wieder freigelegt. Die Frauenkirche, des Baumeisters Georg Bähr, wurde von 1726-1748, besichtigt. Im Feuersturm von 1945 brante  sie total aus und stürzte 2 Tage später zusammen. Der Wiederaufbau dauerte von 1994-2006 und wurde durch Spenden ermöglicht. Vom Semperplatz aus sahen wir die Semperoper, dem Zwinger, das Reiterstandbild von König Johann, dem Schloß und Hofkirche,,Sankt Trinitatus". Mit dem Bus vorbei am Stadion ,,Dynamo-Dresden, dem gläsernen VW-Werk, am riesengroßen Botanischen Garten mit altem Baumbestand,Technischer Universität und Studentenwohnheim. In der Augustenstraße ist der berühmte Fürstenzug, gefertigt aus 24.000 Meißener Kacheln.Eszeigt alle Fürsten des Hauses Wettin, zum Teil in ihren prachtvollen Ritterrüstung; insgesamt 93 Personen. Mittendrin August der Starke. Es gibt noch soviel anderes in Dresden zu sehen.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach Prag. Das Wetter war diesig, aber trocken, ideal für eine Stadtbesichtigung. Zuerst machten wir eine Stadtrundfahrt auf der viele neue und alte Häuser sahen. Am Pulverturm, den Letzten, der alten Stadtmauer vorbei zum Wendelsplatz. Weiter ging die Fahrt auf die Prager Burg, dem Hradschin, mit dem Veitsdom und dem Köningspalast. In Prag ist Astronomische Uhr mit dem Glockenspiel am Altstädten Rathaus. In der Nikolaus Kirche gibt es einen riesigen Kronleuchter aus böhmischen Kristal. Durch die engen Gassen ging es weiter zur Karlsbrücke. Heute ist sie Treffpunkt für Künstler Touristen und Taschendieben aus aller Welt. Auf der Brücke stehen mehrere Figuren, die bekannteste ist der heilige Nepomuk.

Am letzten Tag ging es wieder Richtung Heimat. Eine schöne Reise fand ihr Ende. Wir sind wohlbehalten angekommen.

 

Breslau und das Riesengebirge

12.09 - 17.09.2013

 

Unsere diesjährige größere Reise führte uns nach Polen in das romantische Schlesien.

Unsere 1. Vorsitzende, Magrit Göttsche, begrüßte uns herzlich zu einer wieder gut geplanten Fahrt in einem 4-Sterne-Reisebus der Royal Class.

Unsere Ziele waren:

Breslau, Hirschberg, die Stabkirche Wang, das Riesengebirge mit der Schneekoppe, die Friedenskirche in Schweidnitz, Schloss Fürstenstein, Bunzlau mit seiner berühmten Keramik, die Milicz-Fischteiche, eine Fahrt auf der Oder und ein Opernbesuch in Breslau.

Wir hatten für die Tage eine polnische Reiseleitung zur Seite, die uns ihr Wissen spannend und interessant vermittelte.

Schlesien ist ein Land mit einer abwechslungsreichen Kultur und großer Geschichte, mit wunderschönen Architekturstilen aus unterschiedlichen Epochen. Die traumhafte Natur hat uns sehr beeindruckt.

Verwöhnt wurden wir mit Spezialitäten der schlesischen Küche.

Breslau

begeistert mit seiner 1000-jährigen Geschichte.Es wird auch als polnisches Venedig bezeichnet, es liegt malerisch an der Oder mit zahlreichen Nebenarmen und Kanälen, mit 12 Inseln und 112 Brücken. Wir besuchten den großen Marktplatz(Rynek). Ein Schmuckstück ist das gotische  Rathaus aus dem 13. Jahrhundert , ebenso die stolzen Patrizierhäuser.

Beim Bummel durch die Altstadt stießen wir immer wieder auf kleine Zwerge, die wie Heinzelmännchen aussahen, jedes hatte seine kleine Bedeutung und Geschichte. Auch besuchten wir die Jahrhunderthalle, das Universitätsviertel, die vor Prunk überquellende Leopoldinum-Aula, die Dominsel mit Dom, das Augustinerkloster auf der Sandinsel und viele Kirchen mehr.

Schloss Fürstenstein

ist das größte Schloss Schlesiens. Seine Anfänge greifen bis ins 13. Jahrhundert. Damals wurde eine Festung vom Fürsten Bolko des Ersten erbaut. Es ragt über die schöne Parkanlage mit bunten Rhododendren. Das Schloss ist von Terrassengärten umgeben , ebenso hat es eine Wasserterrasse mit 27 Springbrunnen.

In Schweidnitz besuchten wir die evangelische Friedenskirche, die größte und schönste Fachwerkkirche Europas.

Riesengebirge

Uns führte der Sessellift auf die kleine Koppe, von da aus sahen wir dann die Schneekoppe, mit 1.602 m der höhste Berg der Sudeten. Nur der "Rübezahl" ließ sich leider nicht blicken!

Krummhübel und Schreiberhau gehören zu beliebten Urlaubsorten.

Außerdem besuchten wir die Stabholzkirche Wang. . Die Kirche wurde in Norwegen im 12. Jahrhundert errichtet, sollte Anfang des 19. Jahrhunderts abgerissen werden. Friedrich Wilhelm IV erwarb sie und ließ sie 1842 ins Riesengebirge überführen. Sehr sehenswert!

Milicz-Fischteiche

Dieser größte Fischteichkomplex Europas liegt nördlich von Breslau. Hier gibt es vor allem Hecht, Stör und Karpfen. Nach einer informativen Führung durften wir uns auf ein delikates Mittagessen mit Fischspezialitäten freuen.

Bunzlau

Die Stadt ist bekannt für die Qualität der Bunzlauer Keramik. Da durfte die Einkehr in eine Manufaktur mit Verkauf natürlich nicht fehlen.

 

Wir haben auf dieser Reise wieder sehr viel zu sehen und zu hören bekommen, was nicht alles aufgezählt werden kann. Jeder nimmt seine eigenen Eindrücke und Gedanken dazu mit nach Hause.

Auf unseren Ausflügen wurden während der Busfahrten schlesische und herbstliche Lieder gesungen, angestimmt von Frauke Wrage, die uns ebenso mit netten kleinen Geschichten erfreute. Vielen Dank dafür!

Auch ein Dank an unseren Busfahrer, der uns als versierter Chauffeur gut wieder nach Hause gebracht hatte.

Eine fröhliche, erlebnisreiche Reise ging leider viel zu schnell zu Ende!

 

 

Das Leben ist wie ein Buch,

und wer nicht reist, liest nur wenig davon.

(Aurelius Augustinus)

 

 Bericht und nachfolgende Bilder von Karin Bünz

Nachfolgend

Bilder von Marianne Burmester

Vielen Dank!

Nachfolgende Bilder von Barbara Juppien

Vielen Dank!